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Schönheit einer zerbrechlichen Welt

Veröffentlicht am

Marc, Macke und Delaunay im Sprengel-Museum Hannover

Das letzte  Wochenende habe ich in Hannover verbracht.
Selten habe ich mich in einem Museum so wohl gefühlt wie im Sprengel-Museum.

Marc, Macke und Delaunay, ihre sichtbare künstlerische Verbindung und „Zersplitterungstechniken“ haben mir einen tollen Samstag mit vielen Eindrücken bereitet.
Die Ausstellung wurde per Audio-Guide wunderbar erklärt, man erfuhr von der Zeit 1912-1914 in der die drei Künstler sich gegenseitig beeinflussten und kunstvoll experimentierten hochspannende Details.
Weil ich sowas gern mag habe ich mir auch die kindgerechte Audio-Führung angehört und muss feststellen, dass sie sehr, sehr gelungen ist.

Meine kleine aber feine Gruppe war immer wieder erstaunt, wie ich die Bilder ansah.
Klar als ausgebildete Kunstthera hat man so hier und da nen besonderen Blick.
So kamen „ahhhs“ und „ohhs“ als ich in vielen Marc-Bildern versteckte Akte aufzeigte, besonders, da diese in der zeitlichen Entwicklung immer deutlichere, sichtbare Formen annahmen.

Man kennt Marc, klar, aber wie selten sieht man denn die Bilder in der Chronologie ?

Statt der geschätzten 2 Stunden wurden locker 4-5 Stunden in den Räumen der Ausstellung.
Ein Raum ist Sonia Delaunay gewidmet. Die Frau von Robert Delaunay arbeitete erfolgreich als Designerin, entwarf Theaterdekorationen, Kostüme und Vorhangmotive.
Sie verstarb 75jährig 1979 in Paris.
Gemeinsam mit ihrem Mann entwickelte sie 1914 den orphischen Kubismus.
Während Robert seinen Stil immer wieder veränderte, andere Techniken ausprobierte, blieb Sonia der abstrakten Kunstrichtung treu.

Marc und Macke fielen, beide sehr jung (27 und 36)  im Krieg. Die letzten Bilder der beiden sind deuten auf düstere Ahnungen hin. Sie sind weit farbloser, schwerer und trauriger als die farbenprächtigen Serien seit ihres Kennenlernens.
Durch die per Guide vermittelten original-Zitate wurden die Biographien der Künstler zusätzlich unterstrichen und man  konnte sich sehr gut in die damalige Zeit einfühlen.

Mein erster Satz nach diesem Besuch: Was hätten diese Menschen noch geschaffen, wären sie älter geworden….

schwärme ich hier grade ???
Es war einfach toll!

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Über Petra

I am a diva!

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